Casino des Karlsruher Institut für Technologie (KIT Campus Nord) von BM+P Generalplaner mit schlaich bergermann und partner
Daniel Vieser . Architekturfotografie, Karlsruhe

Zwischendurch in München.

02.04.2014

Beinahe jeder Aufnahmetag dauert von Morgen- bis Abenddämmerung - die Sonne hat eben ihren eigenen Rhythmus und läßt sich nicht beschleunigen. Manchmal aber ist das Zeitfenster zum Arbeiten so klein, dass noch viel vom Tag bleibt. Dieses Glück hatte ich in München, wo es an großartigen Bauwerken nicht mangelt und von denen ich eines schon lange sehen wollte.
Am Olympiastadion begeistert mich nicht nur das gebaute Ergebnis sondern der Mut der Planer, in einem Wettbewerb eine bis 1972 nicht dagewesene Konstruktion und Form vorzuschlagen und diese auch zu verwirklichen, das Versprechen eines leichten und transparenten Bauwerks tatsächlich einzulösen. Auch wenn die großen Brocken, die Widerlager der Zugseile und Fundamente der Druckstäbe, im Erdreich versteckt sind - für die Erfahrung, die man unter diesem luftigen Zeltdach machen darf, ist das gleichgültig. Dabei endete die Lust der Architekten und Tragwerkplaner am Gestalten nicht mit der großen Form, sondern setzt sich über die als Einzelstücke konstruierten und gegossenen Knotenpunkte fort und endet erst mit den Kassenhäuschen.

Links

"Olympiastadion" bei Wikipedia

Objektinfos auf muenchenarchitektur.com

Baustellenbericht in der BAUWELT 1970/71

Projektstatus: in Nachbearbeitung.
Abschluß der Arbeiten voraussichtlich August 2014.

Objektdaten

Bauaufgabe: Neubau

Standort: München, Spiridon-Louis-Ring 27

Fertigstellung: 1972

Bauherr: Bundesrepublik Deutschland

Architekt: Behnisch und Partner mit Frei Otto, Stuttgart/Warmbronn